Die Harfe

DAS INSTRUMENT

Die Harfe gehört zu den Saiteninstrumenten. Sie ist eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit und kann bereits um etwa 3000 v. Chr. in Mesopotamien und Ägypten nachgewiesen werden.

Harfentypen

Hakenharfe (europäisches Volks- und Kunstmusikinstrument),
Tiroler Volksharfe (eine Art der Einfachpedalharfe),
Doppelpedalharfe (Konzertharfe),
Kora (westafrikanische Harfe),
burmesische Harfe,
Aeolsharfe (Windharfe)
Südamerikanische Harfen: Paraguay-Harfe, Arpa llanera, Anden-Harfe

Pedalharfe und chromatische Harfe

Im 16. Jahrhundert entstehen in Spanien und Italien mehrreihige chromatische Harfen. Im 18. Jahrhundert werden diese durch die Pedalharfe verdrängt, die noch heute in Gebrauch ist. Bei der Pedalharfe wird die Saitenverkürzung durch aufwendige Mechaniken (bis zu 2500 Bauteile) der Hakenharfe mittels Fußpedalen, also auch während des Spielens, erreicht. Die Einfach-Pedalharfen erreichen so eine maßgebliche Erweiterung des innerhalb eines Musikstückes erreichbaren Tonarten. Sie werden gemeinhin auch als „Tiroler Volksharfen“ bezeichnet, was jedoch nur eine eher willkürliche Namensgebung ist.
Die „Doppelpedalharfen“ oder auch „Konzertharfen“ verfügen über eine noch aufwendigere Mechanik, können via Doppelrastung der Pedale Halb- und Ganztonverkürzungen erzeugen und das ganze Spektrum der Tonarten abdecken. Sie erreichen eine Höhe von bis zu zwei Metern und werden von Vertretern der traditionellen Harfenmusik gerne als „Stehklaviere“ verspottet.
Ausgehend von den genannten Ansätzen einer chromatischen Harfe unternahm der Harfenist Christoph Pampuch Ende des 20sten Jahrhunderts einen neuen Anlauf. In Zusammenarbeit mit André Schubert von der Klangwerkstatt Markt Wald entwickelte er auf Basis der böhmischen Harfe ein doppelreihig überkreuztes, dazu handliches Modell, das mit eigener Spieltechnik und ohne fehleranfällige Mechanik das gesamte chromatische Spektrum bietet.